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Workshop Bericht: „Clevere Tipps für HufbearbeiterInnen“

Pferde, die kein Gleichgewicht haben oder ängstlich sind, können das Leben von Hufbearbeiter:innen anstrengend und sogar gefährlich machen. Obwohl die meisten Pferdebesitzer:innen wissen, dass ein gezieltes Training zur notwendigen Vorbereitung auf eine Hufbearbeitung gehört, fehlt es ihnen oft an Ideen, wie sie dieses umsetzen können. Das war zumindest die Erfahrung einer befreundeten Kollegin, die ebenfalls Hufe bearbeitet. Da sie an der Organisation und Durchführung meiner Tellington-TTouch-Workshops bei Philhippies eng beteiligt ist, hatte sie die Idee, dass wir einen weiteren Workshop für diese Berufsgruppe anbieten könnten. So wurde spontan die Idee für unsere „Cleveren Tipps für Hufbearbeiter:innen“ geboren. Und obwohl wir ihn sehr kurzfristig auf die Beine gestellt haben, war der Workshop binnen weniger Tage ausgebucht!

 

Als ich dann kurz vor Beginn in der Wettervorhersage von starkem Schneefall las, dachte ich, ich hätte mein Wetterglück wohl etwas zu weit strapaziert. Aber nein, der Schneeregen hörte schon am Vortrag – und damit früher als prophezeit – auf und wir hatten eiskaltes, aber sonniges Wetter.

 

Als Erstes fand eine kurze Einführung in die Zusammenhänge zwischen dem Nervensystem des Pferdes und seiner Körpersprache und Mimik statt. Anhand der Tellington-Metapher „Kerzen“ von Edie Jane Eaton erklärte ich, wie sich Stress bei Pferden so weit aufbauen kann, dass der Besuch der Hufbearbeiter:innen quasi der letzte Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt.

 

Dann ging es draußen mit einer Demo weiter. Als die Sonne langsam hinter dem Berg hervorkam, quetschten sich alle Teilnehmenden auf den ersten schattenfreien Platz. Ich zeigte ihnen, wie sie mit einigen Techniken, wie dem Abstreichen mit der Gerte, dem Senken des Kopfes, einfachen Tellington-Körperbändern und einigen TTouches, eine freundschaftliche Beziehung zu einem Pferd aufbauen können. Außerdem lernten die Teilnehmer:innen, den Pferden auf verständliche Weise zu vermitteln, dass sie stillstehen sollen, ohne dabei zu viel Druck auf den Kopf auszuüben.

 

Danach ging es kurz zurück ins Stüberl, um uns aufzuwärmen und die Wirkung eines Körperbandes und des Python TTouches selbst zu spüren.

 

Nach der Pause widmeten wir uns dem Thema Gleichgewicht und im Anschluss an eine weitere, aber diesmal kurze Demo durften die Teilnehmenden mit den ganz unterschiedlichen Pferden von Philhippies einige Techniken selbst ausprobieren.

 

Zum Schluss und da einige eine weitere Anreise hatten, nahmen wir im nahegelegenen Lokal ein hervorragendes spätes Mittagessen ein, das uns reichlich Gelegenheit zum Austausch und für weitere Fragen gab.

 

 

Dieser Workshop war für mich etwas ganz Besonderes. Ich finde es toll, mich mit anderen Profis aus der Pferdebranche auszutauschen, und ich freue mich sehr, wenn ich dazu beitragen kann, dass ein achtsamer Umgang in der Pferdewelt weiterverbreitet wird.